Die Größe Ihrer E-Mailliste ist irrelevant

Die Größe Ihrer E-Mailliste ist irrelevant

Die Größe der E-Mailliste ist irrelevant Dr. Sandra Eversberg

Die Größe Ihrer E-Mailliste ist irrelevant.

Mir ist bewusst, das ich mit diesem Satz den Heiligen Gral wegwerfe. Den vermeintlichen Heiligen Gral.

Meine Empfehlung ist sogar: Hören Sie auf, Ihren Fokus auf Ihre E-Mailliste zu legen.

Damit wir uns nicht falsch verstehen: Ich will Ihnen Ihren Newsletter nicht ausreden. Ich schreibe selbst Newsletter, und ich lese auch ein paar. Einige wenige sogar sehr regelmäßig.

Was ich meine ist:

Kümmern Sie sich statt um E-Mailabonnenten lieber um Interessenten.

Das ist NICHT DASSELBE.

Nehmen wir für einen Augenblick an, Sie finden Menschen, die genau jetzt auf der Suche nach einer Lösung für ihr Problem sind. Genau diese Lösung würden diese Menschen bei Ihnen finden. Dieser potentielle Kunde ist meiner Definition nach ein Interessent.

Was viele Selbständige vergessen ist, wie hoch der Einsatz dieses Interessenten ist, wenn er sich für Ihre Lösung entscheidet.

Als Faustregel können wir sagen: Je höher der Einsatz ist, den Ihr Kunde für die von Ihnen angebotene Lösung bringen muss, desto größer sein Vertrauensvorschuss Ihnen und Ihrem Angebot gegenüber.

Einsatz in diesem Sinne kann Zeit oder Geld sein, aber auch die Erwartung, die Sie an Ihre Kunden und an deren Veränderungsbereitschaft stellen.

Virginia Satir hat einmal gesagt: Nichts fürchten Menschen so sehr wie Veränderung.

Selbst ich, die ich Veränderungen grundsätzlich positiv gegenüberstehe, bin misstrauisch, sobald ich das Gefühl habe, die Kontrolle über eine solche Veränderung aus der Hand zu geben. Ich will die Sicherheit, dass alles gut ausgeht.

Wenn Ihr Kunde sich für Ihre Lösung entscheidet, dann schenkt er Ihnen Vertrauen. Und je größer die Veränderung, die Ihr Angebot bei Ihren Kunden auslöst desto mehr Einsatz in Form von Vertrauen erwarten Sie von Ihren Kunden.

Womit wir wieder bei Ihrer E-Mailliste angelangt sind.

Im Idealfall bauen Ihre E-Mails genau das Vertrauen in Sie auf, das Ihre Kunden brauchen um sich genau für Ihre Lösung zu entscheiden.

Manchmal müssen Sie Ihren potentiellen Kunden zuallererst davon überzeugen, dass die Lösung, die Sie anbieten überhaupt zu seinem Problem passt.

Manchmal geht es darum, Zweifel zu beseitigen.

Manchmal um Ihre Herangehensweise, Ihre Philosophie, Ihre Persönlichkeit.

Diese Aufgaben lösen Ihre Newsletter nicht von allein.

Dieser Satz ist so wichtig, dass ich ihn gleich noch einmal wiederhole:

Aufgabe Ihres Newsletters

Mit Ihrem Newsletter erklären Sie Ihrem potentiellen Kunden, dass Ihre Lösung zu seinem Problem passt, beseitigen seine Zweifel, nehmen ihm seine Ängste und bauen Vertrauen auf.

Das geschieht nicht automatisch, sondern bedarf der Planung.

Was ist meine, ist: Verbringen Sie weniger Zeit damit Leadmagnete zu erstellen um Menschen zu animieren Ihren Newsletter zu abonnieren, die sich nur allgemein für Ihr Thema interessieren um dann zu hoffen, dass deren Problem irgendwann so dringend wird, dass sie Ihr Angebot tatsächlich in Betracht ziehen.

Mit anderen Worten: Sie wollen die Personen finden, die JETZT das Problem haben, das Sie lösen können.

Dazu fragen Sie sich, welche Frustrationen erlebt Ihr Kunde kurz bevor er sich auf die Suche macht, welche Fragen stellt er sich, was hat er bereits ausprobiert - mit mehr oder weniger Erfolg? Und warum hat all das noch nicht zur Lösung seines Problems geführt?

Dazu brauchen Sie keinen Avatar. Sie brauchen auch keinen "idealen Kunden" und keine "Persona". Sie brauchen Ihren gesunden Menschenverstand. (Meine Empfehlung: Wenn Sie bereits Kunden hatten, fragen Sie. Fragen Sie nach deren Weg, deren Überlegungen, deren Ängsten.)

Genau diese Ängste und Fragen lösen Sie dann mit einem Angebot auf, das wenig Einsatz von Ihrem potentiellen Kunden erfordert.

Ich sage bewusst "wenig" und nicht etwa "keinen". 

Mit diesem Wort unterscheiden Sie die, die nur ein bisschen interessiert sind, von denen, die wirklich eine Lösung suchen. 

Dieses Angebot darf also durchaus etwas kosten (z.B. Zeit oder sogar Geld).

Sobald Sie sich auf diejenigen konzentrieren, die ernsthaft nach einer Lösung suchen, richten Sie automatisch Ihren Fokus auf genau die, die “richtig” für Sie und Ihr Angebot sind. Sie können es fühlen, sobald Sie es richtig machen: Dann fühlt sich jede E-Mail von Ihnen so an, als sprächen Sie ganz persönlich mit Ihrem Kunden. 

Und das Beste: Ihr Kunde fühlt genauso.

Selbstverständlich können Sie Käufer finden, wenn Sie eine große E-Mailliste haben. Es ist nur nicht der einzige Weg. Oft nicht einmal der beste und auch nicht der einfachste.

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