Selbstboykott

Wie oft wissen wir, dass unser Verhalten uns nicht gut tut - und wir tun es trotzdem.

Schlimmer noch: Je öfter uns jemand anderes darauf hinweist, desto verbissener halten manche Menschen an eben diesem Verhalten fest.

Klingt kindisch? Nein.

Taktiken, nicht immer gut

Mindestens ein Drittel meiner Klienten findet sich mindestens einmal am Tag in einer Situation, mit der sie immer ähnlich umgehen - wenn auch nicht zufriedenstellend.

Die größte Schwierigkeit: Die genutzten Rituale, Taktiken oder Methoden helfen  - irgendwie - und sie wissen, es geht noch besser. Meistens haben meine Klienten sogar eine vage Ahnung, dass ihr Verhalten die Dinge komplizierter macht als sie ohnehin schon sind.

Wie Sie leidige Diskussionen beenden, hatten wir bereits besprochen. Jetzt geht es um Ihre Fähigkeit eine vermeintliche Lösung zu verändern, die im Grunde nur eine Vermeidungsstrategie ist.

Denn das ist die Crux.

4 Dinge die helfen

Was tun Sie, wenn alles zuviel wird - und kein Ende ist in Sicht? Auf den ersten Blick sieht es nicht so aus, als sei dies ein Entscheidungsproblem (allenfalls ein Thema der Priorisierung).

Wir haben schon darüber gesprochen, warum Aufgaben oft so viel länger dauern, als man annimmt (nicht, dass Sie ein schlechter Planer wären - das ist es nicht). Doch lassen Sie uns ein wenig tiefer in das Thema "Viel zu viel zu tun einsteigen."

Sind Sie multitaskingfähig? Natürlich sind Sie das.

Sie haben ein Gehirn, das sehr wohl fähig ist, von einer Aufgabe zu einer anderen zu springen. Das ist es, was ein Lebewesen können muss, wenn es überleben will. Keine Antilope frisst erst zu Ende, wenn ein Raubtier vorbeikommt.

Andererseits wollen Sie damit nicht übertreiben. Ein beständiger Wechsel von einer Aufgabe zur anderen kann wiederum auch Nachteile haben.

Wenn Sie diese Fähigkeit zum Multitasking dagegen richtig anwenden, werden Sie Ihre Produktivität eher steigern, als sie zu verringern.

Schwierigen Aufgaben meistern

Schwierige und wichtige Aufgaben endlich hinter sich zu haben, fühlt sich einfach gut an, nicht wahr? Warum fangen die meisten dann nicht einfach gleich an?

Wie kann es sein, dass jemand weiß WIE wichtig eine Sache für ihn ist (die Abschlussarbeit schreiben, die Bewerbung abschicken oder das Buch zu schreiben, das im Kopf schon längst fertig ist) und trotzdem nicht beginnen? Klingt wie geübter Selbstboykott.

Was die wenigsten wissen ist: Für die nötigen Tätigkeiten müssen Sie zwei Fähigkeiten nützen, die sich gegenseitig ausschließen.

Kompromisse

Die ultimative Frage lautet wohl: Wie lange ist ein Kompromiss und wo beginnt die Selbstaufgabe?

Komischerweise wird das Wort Kompromiss fast ausnahmslos im Kontext "Partnerschaft" und eventuell noch im Kontext Politik verwendet. Also immer dann, wenn sich zwei Parteien mit unterschiedlichen Zielsetzungen gegenüberstehen.

Viel interessanter ist meines Erachtens jedoch die Frage, wann wir - ganz ohne Not - Kompromisse mit uns selbst schließen. Kompromisse, die uns nicht gut tun.

Auch die Frage dahinter ist interessanter: Wie schaffen Sie es, Ihre inneren Kriege zu gewinnen? Und zwar ohne einen Verlierer hinter sich zu lassen.

Fehler und konsequent sein

Kaum ein Irrtum ist hartnäckiger, als der über die eigene Konsequenz.

Denn: Wären wir nicht alle gern ein wenig konsequenter?

Tatsächlich ist das in den meisten gar keine so gute Idee, sondern bringt sie sogar noch weiter von Ihrem Ziel weg, als Sie eigentlich beabsichtigen. Zumindest dann, wenn Sie nicht aufpassen.

Und das passiert leider schneller, als Sie wahrscheinlich glauben.

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